Mein Zeitmanagement

Listenfreak

Wer mich kennt, der weiß es. Ich bin ein absoluter Listenfreak und Planungsfetischist. Das alles übrigens am liebsten ganz analog mit Stift & Papier und am allerwenigsten digital. Ich bin Lehrlogopädin und habe damit einen für Therapeuten eher unkonventionellen Arbeitstag.

 

Also wie genau sieht eigentlich meine Tagesplanung so aus? 

 


To-Do-Liste

Ohne To-Do-Liste geht gar nichts. Bis vor Kurzem habe ich noch meinen Arbeitstag auf einer Beatmungsintensivstation begonnen. Seit Kind #2 unterwegs ist, pausiere ich hier. Das bedeutete die ersten 4 Stunden meines Tages nicht an meinem üblichen Arbeitsplatz zu sein und erforderte einiges an Planungsgeschick, um die restlichen Aufgaben alle noch rechtzeitig erledigt zu bekommen. Erste Amtshandlung daher, auch heute noch, eine To-Do-Liste. Damals noch am liebsten im Auto mit meinem Kaffeebecher in der Hand. Heute am Schreibtisch bevor die Schüler da sind. Tipp: Egal wo du morgens startest, sei 10 Minuten eher da für genau diese Sachen. So eine To-Do-Liste sieht heute übrigens bei mir z.B. so aus:

 

Eisenhower Prinzip

Ich habe diese Methode schon an so vielen Stellen auf dieser Seite vorgestellt, aber ich muss es auch hier nochmal sagen: Ich schwöre wirklich auf dieses Prinzip. In meiner To-Do-Liste schreibe ich erstmal wild durcheinander auf, was mir an Aufgaben alles für den Tag einfällt. Durch die Eisenhower Methode kann ich jetzt aber priorisieren und erledige so die wichtigsten und dringendsten Dinge zuerst, ganz automatisch. Ich habe euch mal beispielhaft meine To-Do-Liste von links in so eine Eisenhower Matrix einsortiert. "Und das macht die jeden morgen?" Ja, macht sie. Mit der Zeit wird man unglaublich routiniert und kann einfach nicht mehr ohne. Versucht es mal. Wirklich!

 

Seelenfutter

Ich mache meine Arbeit total gerne und habe das Glück mich damit auch selbst verwirklichen zu können. Dennoch sind wir alle keine Roboter und sollten in unseren Tagesablauf auch immer etwas einbauen, was unsere eigene Arbeitswelt ein kleines Stückchen besser macht. Ich habe für mich diese 3 Dinge dafür entdeckt:

Und zwar versuche ich jeden Tag etwas Neues zu machen, mich bei jemandem zu melden z.B. Freunden oder entfernterer Familie und etwas aufzuräumen. Man schafft das nicht immer jeden Tag, aber jedesmal wenn ich es schaffe, macht es ein bisschen glücklicher und meinen Schreibtisch ein kleines bisschen ordentlicher. In meinem Kalender sieht so eine Seite übrigens z.B. so aus:

 


Im Gegensatz zu meiner Zeit in der Praxis, sind meine Tage heute sehr viel weniger vorhersehbar. Das macht meinen Beruf so spannend und abwechslungsreich. Ohne meinen Kalender mit Notizbuch wäre ich aber gerade deswegen heillos verloren. Ich schreibe, zeichne und notiere unglaublich viel mit der Hand. Wenn es schnell gehen muss, sehr krakelig. Habe ich Zeit, werden daraus manchmal kleine Kunstwerke. Jedenfalls lohnt es sich immer morgens diese 10 Minuten nur dafür aufzuwenden und mich zu sortieren. Ich habe dann für den Rest des Tages einen Plan und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern auch in meinem Kopf.

 

Das macht mich selbst aufgeräumter und konzentrierter. Oft habe ich so am Ende meines Arbeitstages noch Zeit übrig, in der ich in Ruhe noch etwas aufräumen kann oder etwas Kreatives für den Unterricht vorbereite. Einfach, weil meine Aufgaben alle erledigt sind und ich ein wenig Freiraum für eigene Idee in meinem Job habe. 

 

Falls du übrigens auch so viel Spaß an "Hangeschriebenem" hast und so planungsverrückt bist, dann such doch einfach mal im Internet nach Journals, Doodles oder auch Sketchnotes. Viel Vergnügen!

 

In diesem Sinne...