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Fachwirteprüfung - Die 5 besten Tipps

Was wirklich wichtig ist.

Eigentlich arbeiten wir seit Monaten darauf hin, aber je näher der schriftliche Prüfungstag kommt, desto öfter wachen wir mit der Frage auf: "Wieso tue ich mir das eigentlich freiwillig an?" Dafür ist es nun allerdings zu spät und daher heißt es ab jetzt: Augen zu, alles geben und durch!

 

Hier kommen die fünf besten Tipps, um gut durch die schriftliche Prüfung zu kommen:

 

 

No 1

Tasche packen.

 

Klingt banal. Ist es aber nicht. Für die schriftliche Prüfung zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen muss an viele Materialien gedacht werden: Gesetze, zugelassene Sammlungen, Taschenrechner, dokumentenechte Stifte, Lineal, Personalausweis, Kleingeld zum Parken, Essen, Trinken, Taschentücher und und und. Packen wir all diese Sachen erst am Prüfungsmorgen zusammen, muten wir uns und unserem Gehirn bereits eine Menge zu. Während es eigentlich ruhen sollte, um das Gelernte zu speichern, zu sortieren und Verbindungen zwischen den einzelnen Informationen im Schlaf zu stärken, ist in unserem Oberstübchen stattdessen an vielen Stellen noch Licht an. Denn es versucht unterbewusst über die Nacht an alles zu denken, was noch gebraucht wird und surrt leise im Standby-Modus vor sich hin. Konsequenz? Wir schlafen schlechter und sind weniger konzentriert am nächsten Tag.

 

No 2

Reduzieren aber richtig.

 

Die Fülle an Lernstoff ist am Ende so wenig überschaubar, dass man kaum weiß wo man beginnen soll. Das Zusammenfassen von Skripten ist zeitaufwendig, hilft aber. Wer spät dran ist oder sich diesen Weg schlicht sparen möchte, greift auf bereits fertige Zusammenfassungen zurück, die es bei verschiedenen Verlagen zu kaufen gibt. Das Lernen mit diesem reduzierten Lernstoff ist wichtig und vollkommen ausreichend. Grundlegend ist das Wissen in euch vorhanden, es will nur aufgefrischt werden und vor allem miteinander in Beziehung gesetzt werden. Beim Lernen vor der Prüfung geht es um das große Ganze. Tipp: Die Prüfungsfragen zielen weniger auf konkrete Wissensabfragen ab, sondern fordern vor allem eine systematische Herangehensweise, bei der ihr problemorientierte Lösungsansätze erarbeiten sollt. Daher sind so oft auch vollkommen verschiedene Antworten richtig. Viel wichtiger ist, dass man das Ganze verstanden hat und sicher argumentieren kann.

 

No 3

Darf es noch etwas mehr sein?

 

Reduzieren ist gut und wichtig, aber nicht überall. Es gibt Gesetzessammlungen, welche extra für Fachwirte-Prüfungen herausgegeben werden. Die sind wunderbar, wenn man in der Prüfung schnell etwas finden muss, da sie einen Querschnitt aus den relevantesten Gesetzbüchern aufzeigen. Solange sie unkommentiert sind, dürfen sie auch in der Prüfung problemlos verwendet werden. Doch Vorsicht! In meiner IHK-Prüfung wäre ich allein mit der Sammlung aufgeschmissen gewesen. Ein wichtiger Bereich, auf den sich gleich mehrere Prüfungsfragen bezogen war nicht enthalten: Das Vereinsrecht. Fazit: Es lohnt sich alle in der Hilfsmittelliste aufgeführten Gesetze im Original dabei zu haben.

 

No 4

Schreibt wieder Briefe

 

Wir sind es heute gar nicht mehr gewohnt, so viel mit der Hand zu schreiben. Zweimal fünf Stunden am Stück mit lediglich kurzen Lese- oder Denkpausen stellen eine immer größere Herausforderung dar, je weiter man von der Schulzeit weg ist. Doch Gott sei Dank handelt es sich hierbei um Muskeln und auch Schreibmuskeln kann man trainieren. Wie? Versucht beim Lernen selbst schon viel mit der Hand zu schreiben, Übungsklausuren oder einzelne Klausuraufgaben auf dem Papier und nicht am PC zu lösen und einfach auch der Oma mal wieder einen lieben Brief zu schreiben. Die freut sich nämlich darüber.

 

No 5

Zeit sind Punkte

 

Prüfungstag eins: Leicht nervös lese ich mich durch den beeindruckenden Aufgabenberg und stelle erleichtert fest, dass ich zu einigen etwas weiß. Glücklicherweise gleich zu den ersten Fragen, weshalb ich gar nicht erst mit einem verwirrenden Aufgabengeschiebe anfangen muss. Was ich in meiner Euphorie zwar nicht übersah, aber definitiv unterschätzte, war die Zeit. Die ersten Fragestellungen gaben nicht die meisten Punkte, dafür gab ich alles und schrieb stolz alles auf, was ich wusste. Ein fataler Fehler. Am Anfang wirken fünf Stunden noch unendlich lang. Im Laufe der schriftlichen Prüfung schrumpfen sie auf wenige gefühlte Minuten zusammen. Konsequenz: Am Ende wurde geschmiert, oberflächlicher geantwortet und der ein oder andere Punkt schlichtweg verschenkt.

 

Prüfungstag zwei: Klüger nach der gestrigen Buckelpiste, entschied ich mich heute für eine sehr viel analytischere Herangehensweise. Ich rechnete aus wie viel Zeit mir pro Punkt zur Verfügung stand (3 Minuten) und schrieb mir an jede Aufgabe wie viel Zeit ich zur Verfügung habe, um genau diese zu lösen. Für eine 3-Punkte-Frage 9 Minuten, für eine 6-Punkte-Frage 18 Minuten usw. Mit wachsamen Blick auf die Uhr, löste ich die Aufgaben nicht nur sehr viel schneller, sondern auch noch sehr viel besser und schöner geschrieben. Konsequenz: Ich war sogar etwas eher fertig und fuhr gut gelaunt nach Hause.

 

Wo hier der Tipp liegt? Seid klüger als ich und fangt doch gleich bei Tag 2 an. In diesem Sinne...

 

 

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Gunda Venus (Samstag, 21 April 2018 23:44)

    Genauso läuft es!
    Sehr schön auf den Punkt gebracht �

    Ich danke dir!
    Liebe Grüße
    Gunda