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Last Minute Lerntools

Mind Maps für Fortgeschrittene

Na? Auch vom Prüfungstermin kalt erwischt worden? Gar kein Problem. Wie du die Prüfung trotzdem rockst und was das beste Last Minute Lerntool dafür ist, erfährst du hier:

 

Detailliert ausgearbeitete Lernpläne mit gut vorbereiteten freien Tagen, ausreichend Pausen und einer zu bewältigenden Auswahl an Lernstoff für jeden einzelnen Tag? Klingt gut. Soll es auch geben. Aber mal ehrlich, bei den meisten läuft es doch anders. Wie das trotzdem funktionieren kann?

 

Du brauchst:

  • Eine Zusammenfassung des Prüfungswissen sortiert nach den sechs Handlungsbereichen (Kompendium, Skripte aus der Vorbereitung, eigene Zusammenfassung o.ä.)
  • 6 weiße Blätter (DIN A4 oder DIN A3)
  • Stift (ideal schwarzer Fineliner oder dünner Kugelschreiber)
  • Farbige Stifte nach Belieben

Die Idee:

Mind Mapping kennen wir: Ein Thema, das über immer feinere Verästelungen zunehmend detaillierter wird. Das ist der Art und Weise, wie unser Gehirn Informationen abspeichert, sehr nah und deshalb so effektiv. Nichts Neues für die meisten von euch! Aber genau, das machen wir uns jetzt ganz gezielt zu Nutze:

 

Los geht's:

  1. In die Mitte jedes des Blattes je einen der sechs Handlungsbereiche schreiben
  2. Blätter sortieren nach 1. und 2. Prüfungstag (man erfährt welche Bereiche an welchem Tag dran sind)
  3. Inhaltsverzeichnis von Kompendium (klappt am besten), Skript oder Aufzeichnungen bereit legen
  4. Mind Map starten: Wichtig! Verästelungen beinhalten nur die Überschriften und dann wieder deren Unterpunkte. 

Je nach Lust und Talent können grafische Elemente eine nützliche Unterstützung sein. Aber Vorsicht! Sie kosten Platz und vor allem auch Zeit, weshalb ihr Einsatz gut überlegt sein muss. 

 

Ziele:

Bei dieser Methode geht es darum "das große Ganze" zu verstehen. Welche Themen gehören in welchen Bereich? Welche Instrumente eignen sich für welche Einsatzmöglichkeiten? Kurz: Was ist wo und wofür?

In der Prüfung selbst findet keine Wissensabfrage statt. Vielmehr muss man Situationen einschätzen können und die richtigen Schlussfolgerungen ziehen.

 

Was bringt das Ganze?

Ganz von allein werden euch dabei immer wieder Überschriften begegnen, die euch bekannt sind. Mit denen ihr euch gut auskennt, weil ihr vielleicht auch jetzt schon beruflich damit zu tun habt oder weil euch dieses Themengebiet einfach beim Lernen vorher schon sehr gut gelegen hat. Es werden euch aber auch Bereiche oder Methoden begegnen, bei denen ihr denkt: "Ach was war das denn nochmal genau?". Dann schaut ihr nach und zwar sofort! Stellt ihr beim Nachschauen fest, dass es euch sofort wieder klar ist, braucht ihr dieses Thema nicht ausführlich mit in der Mind Map aufnehmen. Bemerkt ihr aber, dass es euch schwer fällt euch diesen Sachverhalt zu merken, dann nehmt ihr Stichpunkte oder Gedankenstützen dazu mit auf (wie im Beispiel die Anfangsbuchstaben zum Management-Regelkreis). Dadurch, dass nur vereinzelt Bereiche detaillierter dargestellt werden, bleibt die Mind Map dennoch übersichtlich und hebt gleichzeitig eure Schwachpunkte hervor.

 

Das Geheimnis dahinter?

Ein Handlungsbereich: Nur eine Seite! Die Vernetzungen, Bilder und Gedankenstützen auf dem Papier, alle genau so in eurem Kopf. Ohne, dass ihr es nochmal groß ansehen müsst. Das ist effektives und effizientes Lernen zugleich. Je nach eigenem Tempo braucht man pro Seite etwa zwei Stunden. Das sind 12 Stunden für alle Handlungsbereiche. Die lassen sich wunderbar auf eine Woche, zwei Tage oder im allergrößten Notfall sogar auf einen Tag verteilen. Pluspunkt: Für die spätere mündliche Prüfung ist ebenfalls alles noch einmal komprimiert vorhanden und kann leichter wiederholt werden.

 

Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Ausprobieren. 

 

In diesem Sinne...

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