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Die Logopraxis & Soziale Medien

Facebook für Praxen sinnvoll nutzen

Soziale Medien sind aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Aber Logopraxen und Soziale Medien? Verträgt sich das? Immerhin sind wir ja eine sehr soziale Berufsgruppe. Die Bezeichnung lässt also zumindest vermuten, dass wir hier nicht vollkommen falsch sind. Warum eine Facebook Seite aber dennoch wohlüberlegt sein sollte, wie man sie am besten aufbaut und wann sie auch zerstörerisch werden kann, das erfahrt ihr im folgenden Beitrag.

 

 

Über Sinn und Unsinn

Die erste Frage, die ich mir stellen sollte ist: "Was soll mir meine Facebookseite konkret bringen?". Soll sie meine Praxis bekannter machen? Soll mit ihrer Hilfe die Patientenzahl erhöht werden? Möchte ich mich damit vielleicht selbst verwirklichen oder meinen bisherigen Patienten ein besonderes Extra bieten? Soll die Praxis sich für Bewerber als guter Arbeitgeber präsentieren? Je nach dem was ich mit meiner Facebookseite erreichen möchte, muss auch die inhaltliche Gestaltung anders gewählt sein. Das bedeutet, behaltet eure Zielgruppe(n) im Auge.

 

Schwierige Ausgangslage

Möchte ich mit meiner Facebookseite neue Patienten akquirieren, stehe ich vor einem Problem. Um das zu erreichen, sollten nämlich bestehende Patienten meiner Facebookseite folgen und Inhalte teilen oder "liken". Daraus würde sich dann so eine Art Online-Mund-zu-Mund-Propaganda ergeben, da ein Teil des Bekanntenkreises der aktuellen Patienten oftmals Ähnlichkeiten aufweist wie beispielsweise ebenfalls Kinder zu haben, denselben Beruf auszuüben (Lehrer, Erzieher,...) und zumindest innerhalb eines gewissen Radius in örtlicher Nähe zu sein. Gut gedacht, doch die Sache hat auch einen Haken. Oftmals sind Patienten nicht unbedingt stolz darauf in logopädischer Behandlung zu sein, egal ob sie selbst oder ihre Kinder. Es muss also ein gewisser Anreiz her eurer Seite dennoch zu folgen. 

 

Die richtigen Inhalte

Natürlich ist es sympathisch, wenn sich auf der Facebookseite das Praxisteam vorstellt. Auch Bilder von den Räumlichkeiten und Kontaktdaten sind wichtig und vermitteln einen ersten Einblick, ebenso wie auf der eigenen Praxishomepage. Damit nun aber nicht nur eure eigenen Freunde und Bekannten eurer Facebookseite folgen und euer Auftritt in den Sozialen Medien keine abgespeckte Version eurer Praxishomepage wird, ist Inhalt gefragt. Dieser Inhalt muss interessant sein und euren Patienten etwas bringen. Was könnte das aber beispielsweise sein? Hier sind ein paar Ideen, die je nach Schwerpunkt eurer Praxis nützlich sein können.

 

Interessanter Content für eure Facebookseite:

  • Tipps für den Alltag! z.B. zur Stimmhygiene
  • Übungen als Inspiration z.B. für die Atmung, die Haltung oder die Mundmotorik
  • Comics, Karikaturen & Bilder
  • Rezepttipps z.B. bei Dysphagie
  • Interessante Artikel zum Thema z.B. über neue Therapiemethoden (patientengerecht formuliert)
  • Interessante Produktideen zum Thema z.B. Kinderbuch über Trisomie 21, Jugendbücher zum Stottern, Romane von Aphasikern oder Apps für das Smartphone

Dabei müssen die Inhalte nicht allesamt aus eurer Feder stammen. Ihr dürft relevanten Content natürlich auch teilen (z.B. Artikel oder Produkte). Wichtig ist nur, dass, je nach Schwerpunkt eurer logopädischen Arbeit, für eure Patienten ein Mehrwert entsteht. Dazu ein Tipp! Artikel können heutzutage in den meisten Fällen direkt von der Webseite aus auf Facebook geteilt werden. Dasselbe gilt für Seiten wie madoo.net und andere. Das macht es euch noch leichter spannende Inhalte für euren eigenen Internetauftritt zu sammeln.

 

Vorteile & Nachteile

Die Vorteile liegen beinahe auf der Hand. Es ist kostengünstig und mit relativ einfachen Mitteln umzusetzen. Nachteilig dagegen ist die erforderliche Pflege der Seite, welche an ein oder zwei Personen übertragen werden sollte, die sich zu einem festen Zeitpunkt regelmäßig darum kümmern.

 

Falls ihr jetzt Lust bekommen habt eurer Praxis eine Facebookseite zu verpassen oder eure bestehende Facebookseite zu überarbeiten, habe ich im Downloadbereich schon ein paar passende Inhalte vorbereitet, die euch den Start erleichtern und natürlich wie immer uneingeschränkt von euch genutzt werden dürfen. Ansonsten nur noch ein rechtlicher Tipp: Wer auf Nummer sicher gehen will, bringt auf seiner Facebookseite ein Impressum unter. Die deutsche Rechtsprechung sieht eine gewerbliche Facebookseite nämlich ebenfalls als Webseite und daher sollten entsprechende Angaben auf eurer Seite zu finden sein z.B. unter dem Punkt "Infos".

 

In diesem Sinne...

 

 

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Comic - Tipps zur Stimmhygiene.pdf
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Karikatur Zunge zur Nase.jpg
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Mitmachgeschichte - Der kleine Drache un
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Kommentare: 1
  • #1

    Joachim Willms (Freitag, 20 Juli 2018 09:49)

    Vielen vielen Dank für die tollen hilfreichen Artikel! Gerne einmal Kontakt aufnehmen zu www.ventrio.de.....